Team

Assoziierte Prof. Dr. Tatjana Schnell

Prof. Dr. Tatjana Schnell

Prof. Dr. Tatjana Schnell

Seit Oktober 2005 bin ich an der Universität Innsbruck (Tirol) als Persönlichkeits- und differentielle Psychologin tätig. (s. Website Universität)

Mein Forschungsschwerpunkt ist die empirische Sinnforschung. Ich beschäftige mich also mit der Frage, wie man Lebenssinn definieren und erforschbar machen kann. Mit Hilfe qualitativer und quantitativer Methoden untersuchen wir, wie Menschen ihrem Leben Sinn geben, wie und warum sie sich darin unterscheiden, und welche Konsequenzen dies hat. Daran schließen sich weitere Fragen an: Was macht eine sinnvolle Berufstätigkeit aus? Kann man Sinnerleben stärken, durch eine Änderung der Lebensführung, Beratung oder Therapie? Welche Rolle spielen Atheismus, Religiosität oder Spiritualität für das Sinnerleben, und warum sind ehrenamtliche Tätigkeiten so sinnstiftend?

Zu all diesen Fragen konnten wir bereits aufschlussreiche Antworten finden, die wir Ihnen auf diesen Seiten präsentieren – die uns aber noch lange nicht vom Weiterfragen abhalten!

TEAM

Daniel Spitzenstätter, MSc BA

Daniel Spitzenstätter, BSc BA

Die Frage danach, was den Sinn des Lebens ausmacht bzw. wie sich der auf sich gestellte Mensch selbst Sinn und Bedeutung im Leben geben kann, hat bereits eine sehr lange Geschichte und ist meiner Meinung nach trotzdem aktueller denn je. In einer Welt, die sich zusehends schneller verändert, in der gewohnte Orientierungsanker an Wichtigkeit verlieren und in der von vielen eine allgemeine Bedeutungslosigkeit in vielen Bereichen des Lebens ausgemacht wird, kommt der Beschäftigung damit, was einem im Leben wichtig ist und an was man sich halten kann und will, eine entscheidende Rolle im Leben zu.

Für mich sind vor allem das Setzen und Erreichen von persönlichen Zielen, die Annahme von Herausforderungen und das Erweitern meines persönlichen Horizonts sinnstiftend. Sehr wichtig in meinem Leben sind mir auch die vielfältigen Erfahrungen, die ich im Zuge meiner musikalischen Tätigkeiten sammeln durfte und darf. Nicht zuletzt sind auch der Austausch und gemeinsame Aktivitäten mit Freunden und Familie ein zentraler Bestandteil in meinem Leben.

Ich bin seit 2016 Mitglied im Team der empirischen Sinnforschung und habe an der Universität Innsbruck Psychologie und Philosophie studiert. In meiner Dissertation beschäftige ich mich mit subjektiven Bedeutungen, Einstellungen und Ängsten, die Menschen mit dem eigenen Sterben und Tod verbinden, und mit der Frage, welche Unterschiede es diesbezüglich zwischen Personen mit säkularen Lebensorientierungen (z.B. Atheismus, Agnostizismus) bzw. religiösen und/oder spirituellen Weltbildern gibt.

Daniel Purtscheller, MSc

Daniel Purtscheller, MSc

Daniel Purtscheller, MSc

Die kulturell vermittelte und individuell ausgelegte Weltanschauung ist für mich das interessanteste Konzept. Basierend auf unzähligen Annahmen über die Welt und die Gesellschaft, verbunden mit Annahmen über den Werdegang und die Entwicklung unseres Selbst, erzählen wir uns und anderen Lebensgeschichten, erinnern uns an Meilensteine, Wendepunkte, Schicksalsschläge. In den Weltanschauungen gründen auch sehr spannende Wahrnehmungen mit maßgeblichem Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Ob wir unter Ängsten leiden, dürfte wesentlich vom Gelingen abhängen, stressende Erlebnisse in einen nachvollziehbaren Zusammenhang einzuordnen und eine stabilisierende Wahrnehmung von Verstehbarkeit zu erzielen. In Abgrenzung zu negativen Affekten scheinen positive Emotionen auf anderen Determinanten zu gründen. Wenn wir unser Dasein und Wirken als bedeutsam statt überflüssig wahrnehmen, steigt auch das Potential, Frohsinn und Glück zu erleben.

In meiner Dissertation baue ich auf den Vorstellungen von Verstehbarkeit und Bedeutsamkeit auf, um ihre Rolle in der Entschärfung von negativen Affekten sowie von Todesängsten zu erkennen. Die Arbeitshypothese lautet, dass auch die individuell variierende Wahrnehmung von Bedeutsamkeit erklärt, warum manche Menschen mehr als andere an Vergänglichkeit und Tod denken sowie mehr Ängste und Depressionen berichten. Gemäß Ernest Becker und weiteren TheoretikerInnen ist eine Form der symbolischen Unsterblichkeit (immerwährende Bedeutsamkeit) wichtig, um existenzielle Ängste puffern zu können.

Frederik Jetter, BSc (Forschungspraktikant)

Frederik Jetter, BSc

Im Jahr 2018 habe ich mein Masterstudium der Psychologie an der Universität Innsbruck begonnen, nachdem ich meinen Bachelor in Wien abgeschlossen habe. Da mich das Thema „Lebenssinn“ schon lange aus einer philosophischen Sichtweise beschäftigt hat, bin ich schnell auf das hier vertretene Forschungsgebiet der empirischen Sinnforschung aufmerksam geworden.

Auch wenn die Frage nach dem individuellen Sinn des Lebens wohl schon seit jeher in den Köpfen der Menschen verankert ist, scheint sie heute einen besonderen Stellenwert einzunehmen. Vielerlei postmoderne Entwicklungen der westlichen Welt machen es uns vermehrt schwerer uns zu verorten und auch ein kohärentes Identitätsgefühl ist schon länger kein Konstrukt mehr, welches passiv erfahren wird. Eine gesunde Identitätsentwicklung aufrecht zu erhalten und das eigene Leben als sinnerfüllend wahrzunehmen ist eine Herausforderung geworden, welche Einem eine aktive Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen Umwelt abverlangt. In Anbetracht dessen habe ich das Gefühl, dass existenzielle Fragestellungen vermehrt Einzug in das Leben jedes Einzelnen erfahren haben und kein Thema mehr sind, welchem sich nur Philosophen annehmen. Die psychologische Sinnforschung nimmt sich diesen komplexen Fragen an und setzt sie auf empirische Art und Weise in Bezug zu vielfältigen Themengebieten der Psychologie.

Ich persönlich erfahre mein Leben besonders dann als bedeutsam und sinnerfüllt, wenn ich von Freunden und Familie umgeben bin und ebenso, wenn ich die Möglichkeit bekomme, anderen Menschen bei ihrem Lebensweg zu unterstützen. Die Fähigkeit anderen Menschen empathisch und offen gegenüber zu treten ist meiner Meinung nach eine der bedeutungsvollsten Seiten des Menschenseins und auch das, was mein Leben mit Sinn erfüllt.

Christoph Kreiß, BSc (Forschungspraktikant)

Christoph Kreiß, BSc

Meinen Bachelor in Psychologie habe ich an der naturwissenschaftlich ausgerichteten Universität Trier und der geisteswissenschaftlich orientierten Universität Sapienza di Roma absolviert.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Sinn hat mich 2019 bewogen den Master in Psychologie an der Universität Innsbruck zu beginnen. Dabei interessieren mich besonders die psychologischen Implikationen von Sinn. Wie motiviert er Menschen? Wieso verzweifeln Menschen an der Suche nach Sinn? Ist Sinn etwas, das wir finden oder das wir erschaffen? Wie verlieren Menschen ihren Sinn? Zu welchen Extremen kann ein starker Sinn uns treiben und zu welchen Abgründen kann uns eine Sinnkrise drängen?

Diesen und weiteren Fragen möchte ich verstärkt im Bereich der Sinnforschung nach gehen. Ich selbst bin ein Suchender, der noch seine Sinnquellen und seinen Glauben finden muss.

Antonia Jehl (Tutorin)

Antonia Jehl

Seit Oktober 2017 studiere ich Psychologie an der Universität Innsbruck und bin derzeit dabei, meinen Bachelor zu beenden.

Ich habe im Rahmen meines Studiums besonderes Interesse an wissenschaftlicher Forschung gewonnen und daher freut es mich, dass ich nun als Tutorin für Frau Prof. Dr. Schnell arbeiten darf. Somit kann ich Einblicke in ihre Forschung zum einen inhaltlicher, zum anderen auch praktischer Art gewinnen. Für die Zukunft erhoffe ich mir tiefere Einblicke in den Forschungsschwerpunkt des Lebenssinns erhalten zu können, da insbesondere die Frage nach dem Sinn unser Leben nachhaltig beeinflussen kann. Ich finde gerade die Forschung hiernach besonders wichtig sowohl für die individuelle Entwicklung als auch für gesellschaftliche Fragen.

Frühere Team-Mitglieder

Bernadette Vötter, MSc BSc BSc

Carmen Hoffmann, BSc

Herbert-Konstantin Dietrich, MSc

Julia Mauroner, BSc

Manu Besthorn, BSc

Yannik Möller, BSc

Mag. Edith Pollet

Nils Feyel, BSc

Katharina Nigsch, MSc

Johanna Salger, BSc

Miriam Böhmer, MSc

Markus Georgi, MSc

Benedikt Hoffmann, BSc

Lena Seitzer, BSc

Melanie Oberleitner, BSc

Bernhard Schmitt, BSc

Stefan Kerber, BSc, MSc

Christoph Hörmann, BSc, MSc

Mag.a Jessica Färber

Sebastian Roth, BSc

Sandra Schmid, BSc, MSc

Thomas Egger, MSc

Mag.a Sabine Gapp

Mag.a Tatjana Hoffmann

Mag.a Anna Engelhardt

Mag.a Daniela Paterno

Mag.a Simone Schmit

Stephanie Theves, BSc, MSc

Design der ursprünglichen Version von www.sinnforschung.org: Mag. Michael Fliri

Design der ursprünglichen Version von www.sinnforschung.de: Dipl.-Psych. Martin Neumann

Aktuelles Design: Sandra Schmid, MSc

Portrait-Foto Schnell: Wendy A. Hern

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.