Mirjam Gamper, Manfred Kassl und Christina Weger befassten sich im Seminar „Empirische Sinnforschung und ihre Anwendung“ mit dem Thema Spiritualität als Sinnquelle.
Sie interviewten spirituelle Menschen im Alter von 31 bis 70 Jahre und fragten sie:
- Was verstehen Sie unter Spiritualität? Nennen Sie mir bitte 3 Eigenschaftswörter!
- Wie wird Spiritualität im Alltag erlebt? Nennen Sie mir bitte ein Beispiel!
- Kann die Institution Kirche überhaupt Spiritualität übermitteln? Wenn ja wie?
- Ist es für eine Person möglich spirituell zu sein, jedoch nicht religiös im traditionellem Sinne?
- Wie entwickelt sich Spiritualität? Wie war das bei Ihnen?
- Wie sehen Sie aus ihrer spirituellen Sicht die momentane Weltlage am Beispiel mit Fukushima?
- Was bewirkt Spiritualität?
- Sollte sich die Psychologie mehr mit spirituellen Themen befassen?
- Wird Spiritualität als sinnstiftend erlebt?
- Gibt es für Sie einen Unterschied zwischen Religiosität und Spiritualität?
- Welchen Einfluss hat Spiritualität auf die Persönlichkeit?
- Erleben Sie durch Ihr Ausleben Ihrer Spiritualität in Beziehungen sei es beim Partner oder bei Freunden oft eine „Nicht – Akzeptanz“?
- Was möchten Sie von ihrem spirituellen Wissen anderen übermitteln?
- Haben Sie ihre Spiritualität schon einmal in Frage gestellt?
Im Hinblick auf die Kernfragen, konnte die Seminargruppe nach der Auswertung der Interviews als Fazit ziehen:
„Spiritualität als inneres, individuelles, kontinuierliches Wachsen und Fortentwickeln ermöglicht intuitive Einblicke in das Erleben des Selbst und dessen Zusammenhänge mit der Gesamtheit.
Spiritualität als nicht direkt messbare Dimension geht über das materiell – sinnlich Erfassbare hinaus und führt auf eine höhere Metaebene des Denkens, Fühlens und Erlebens.
Positive und negative Lebensereignisse können dadurch gleichwertig wahrgenommen werden, was Freiheit und einen tiefen Sinn für das Dasein des Menschen mit sich bringt.“

