Beschreiben Sie Ihren persönlichen Lebenssinn!

Hinterlassen Sie einen Kommentar und teilen Sie uns mit, was Ihren persönlichen Lebenssinn ausmacht – oder wie Sie mit der Frage nach dem Sinn Ihres Lebens (oder Sinn des Lebens) umgehen.


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  1. Anonymus sagt:

    Philosophie und damit auch die Frage nach dem Sinn des Lebens resultiert aus der eigentümlichen Existenzproblematik des Menschen als eines durch spannungsreiche und sogar gegensätzliche Eigenschaften charakterisierten Lebewesens („sterbliches Selbstbewusstsein“, „Subjekt-Objekt-Einheit“), das dazu genötigt ist, unter dem Anspruch der Wahrheit nach umfassender Weltorientierung zu streben. Philosophie kann als eine bestimmte Tätigkeit, nämlich als die auf die Praxis ein- und rückwirkende kritische Reflexion bzw. Prüfung unseres Selbst-, Welt- und Gottesverständnisses aufgefasst werden: Philosophie ist radikales Fragen. Wenn Philosophie lebensrelevant sein will, muss sie auch einen in erster Linie aufklärend-orientierenden Beitrag für die Beantwortung der Frage nach dem eigenen „Leben-Können“ und „Leben-Sollen“, also für die Beantwortung der Frage nach dem Lebenssinn leisten. Niemand kann, ohne willkürlich zu werden, sich auf die Dauer dieser Frage entziehen.

    Dabei sollte man sich aber keine falschen Hoffnungen machen. Philosophie führt als radikales Fragen letztlich nur zur Einsicht in die radikale Fraglichkeit der Welt und des menschlichen Lebens in dieser Welt, also zur Einsicht in eine fundamentale Ambivalenz, Problematizität und damit auch Ungewissheit bzw. Ungegründetheit von allem. Wir neigen ungeheuer stark dazu, diese radikale Fraglichkeit zu verdrängen. Und die Auffassung, dass unser fragliches Leben in der so fraglichen Wirklichkeit gut sein kann, mag auch in der Tat zunächst äußerst paradox anmuten. Dennoch behaupte ich, dass gerade ein seine Fraglichkeit bejahendes Leben, das sich aus Illusionen und vermeintlichen Sicherheiten befreit hat, das gute Leben schlechthin ist: Es ist ein zur Wirklichkeit erwachtes Leben.

    Lebenskunst würde darin bestehen, im Rahmen der gegebenen Umstände und eigenen Fähigkeiten, mit der radikalen Fraglichkeit so angemessen und wahrhaftig wie möglich umzugehen. Im Grunde geht es um versöhnte Endlichkeit in allen Lebensbereichen. „Leben-Können“ wäre letztlich gleichbedeutend mit „Sterben-Können“. Dies setzt eine zumindest anonyme Glaubenshaltung voraus: das Vertrauen an ein letztes Geborgensein inmitten aller Sinnlosigkeit.

  2. Julian sagt:

    In jeder Frage liegt die Antwort bereits verborgen. Genauso, wie in der Mathematik alle Theoreme und Hauptsätze letztlich in den (willkürlichen) Definitionen schon versteckt sind, welche diesen zu Grunde liegen. Der Sinn der Definitionen liegt also in den Sätzen, die sich daraus ableiten lassen.
    Eine Definition, die keine (tollen) Theoreme zulässt ist sonach (mathematisch) sinnlos.

    Übertragen auf unser Leben würde ich sagen bedeutet das zunächst einmal folgendes:
    Ob unser Leben Sinn macht oder nicht, hängt von uns selbst ab, da wir uns täglich neu definieren können (durch unsere Entscheidungsfreiheit). Aber was/wo ist der Sinn?!
    Der Sinn unseres Lebens liegt (so wie der Sinn der Mathematik in den Folgerungen aus gewissen Festlegungen liegt) hier in den Konsequenzen unserer Entscheidungen.
    Je größer also die Tragweite unserer Entscheidungen, desto mehr Sinn hat unser Leben (deswegen war wohl das Leben Jesu ein sehr sinnvolles, da es eine unermessliche Tragweite hatte). Und in den Konsequenzen erfahren wir das was wir Selbstverwirklichung nennen können insofern, als wir in ihnen unsere Absichten realisiert sehen.
    Unser Leben macht also genau dann am meisten Sinn, wenn seine Wirkungen maximal sind.
    Wir finden hier also das aus der Physik bereits bekannte “Prinzip der maximalen Wirkung” wieder.

    Wie erreichen wir aber eine möglichst große Wirkung? Indem wir unsere Entscheidungen weise treffen und dabei stets sowohl unsere Absicht, als auch die Naturgesetze im Hinterkopf haben. Denn berücksichtigen wir nicht die natürliche Ordnung der Dinge, so wird die Wirkung entweder gar keine sein (dann war es eine sinnlose Entscheidung), oder es ist nicht die Wirkung, die beabsichtigt wurde (dann erfahren wir statt Selbstverwirklichung bloß Enttäuschung/Frustration/Schmerz).

  3. H.R. sagt:

    Nach Durchsicht der umfangreichen Homepage zum Thema Sinnfindung stellt sich für mich die Frage, ob überhaupt noch Beiträge mit wissenschaftlichem Nutzen möglich sind.
    Vielleicht sind aber Wortmeldungen von statistischem Wert, um demoskopisch gegliedert nach Regionen, Bevölkerungsgruppen, Geschlecht, Alter, Bildung, Beruf, Gesinnung oder Religion Sinnkrisen und deren Bewältigung zu untersuchen und allenfalls gezielte Hilfestellungen anzubieten.
    Es ergeben sich daraus weitere Fragen wie z.B. nach der Häufigkeit des Auftretens diverser Motivationen, die zu einer Suche nach Sinn führen, welche Art der Bewältigung von Sinnkrisen Verwendung findet, welche Erkenntnisse in welcher Zeit erzielt wurden, und nicht zuletzt in welchem Ausmaß die Sinnsuchenden glücklicher wurden, wenn sie glauben Sinn gefunden zu haben. Da ich zu diesem Thema kein Metawissen aufweise, müssen sich meine Ausführungen auf meine individuellen Meinungen, Vorstellungen und Erfahrungen beschränken.

    Biologisch ist der Sinn des Lebens scheinbar leichter zu beantworten als philosophisch.
    Biologisch liegt der Sinn des Lebens in der Erhaltung der Art “Mensch”. Leben nun alle,
    die keine direkten Nachkommen aufweisen können ohne Sinn, sozusagen sinnlos ? Keinesfalls, denn sie tragen, vereinfacht ausgedrückt, durch ihre Leistung an der Gesellschaft zum Prosperieren der Art “Mensch” bei. Die metaphysische Fragen “warum Leben “ und “warum nicht Nichts ist” behandeln Philosophie und Religionen unterschiedlich: Religionen glauben eine Antwort darauf zu wissen, Philosophen lassen die Frage offen.
    Die physiologische Ausstattung des Menschen ermöglicht ihm die Wahrnehmung von Eindrücken und Gefühlen sowie die Reflexion darüber. Dieses Reflektieren führt, mit Ausnahme jener, die fest von einer Religion oder von sich selbst überzeugt sind, zum Grübeln und Nachdenken.
    Der Wunsch nach Kohärenz im eigenen Weltbild, das Wissen um Endlichkeit, erlittene
    Traumata, das Streben nach Entfaltung sozialer Kompetenz, die Hoffnung vermeintlich Versäumtes nachholen zu können, weiters das im Menschen VER- borgene bewusst zu machen und zu verarbeiten, dass es zu GEborgenem wird, können treibende Kräfte auf der Suche nach Sinn sein.
    Für mich ist Sinnfindung Arbeit an mir selbst. Über meine Motivation kann ich nur spekulieren: Vermutlich ist die Überschaubarkeit der restlichen Lebenszeit ausschlaggebend, mich mit Sinnsuche zu befassen. Vielleicht ist damit auch der geheime Wunsch verbunden,
    mir selbst ein “Denkmal” zu setzen , um im einen oder anderen Fall als Vorbild in Erinnerung zu bleiben. Außer Zweifel steht jedoch der Wunsch mit der Welt einigermaßen – meist in Form von Kompromissen – ins Reine zu kommen.
    Aus zuvor Erwähntem resultiert z.B. meine Haltung zu meinen Enkelkindern, die mir wie meine erwachsenen Kinder, viel bedeuten und so meinem Leben Sinn geben.
    Die Adaptierung meines Weltbildes erachte ich als wesentlichen Teil meiner Sinnfindung. Durch Reflexion von Texten, Gesprächen, Botschaften, Meinungen, Geboten und Verboten versuche ich Kohärenz zu bilden zwischen Verstand und Empfindung.
    Sinngebend für mich ist auch Arbeit an horizontaler Transzendierung, um mich mit anderen Menschen freuen zu können.
    Sinnvoll erscheint mir auch Neues kennenzulernen und zu üben, Fakten anzunehmen, die nicht oder nicht mehr veränderbar sind.Sinn gibt mir auch angemessene sportliche Betätigung, um für die Bewältigung des oben Gesagten körperlich gerüstet zu sein.

    Seine Erfüllung findet der Wunsch nach Sinnfindung in der eigenen Stimmigkeit. Die grundsätzliche Frage nach dem Sinn von Urknall, Evolution, Leben und Vernunft bleibt unbeantwortet.

  4. Anonymous sagt:

    Zum vorherigen Eintrag:

    Wie kann etwas eine “schreckliche Wahrheit” sein, wenn “alles bedeutungslos” ist? Schrecken gibt es nur dann, wenn es auch Bedeutung gibt.

  5. Anonymous sagt:

    Die Suche nach dem Sinn im Leben ist nur die Suche nach einer Illusion, die einem davon abhält die schreckliche Wahrheit zu erkennen, dass alles bedeutungslos ist

  6. lightblue sagt:

    Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst, das Streben nach Wahrheit und Weisheit – und die Liebe (auch Agape).

  7. Anonym sagt:

    Da mein Lebenssinn für lange Zeit darin lag, möglichst viel Statik in mein Leben zu bringen, ist es nun zu einem Kampf meiner inneren Welt gegen die äußere geworden. Ich wollte immer “geregelte Verhältnisse”, was natürlich mit einer sich ständig fließenden und verändernden Umwelt nicht kompatibel sein kann.
    Mein Problem liegt darin, nicht nur kognitiv, sondern auch emotionell die sich ständig ändernden Herausforderungen des Lebens zu akzeptieren, sie stellen für mich nicht eine Herausforderung und Chance, sondern eine Zumutung an meinen Lebensentwurf dar.
    Mein Lebenssinn liegt also zurzeit darin, dieses Schmollen gegen “Das-was-ist” aufgeben – und wer weiß, in weiterer Folge vielleicht sogar genießen – zu lernen.

  8. Stefan Böbst sagt:

    Der Sinn des Lebens ist es, dem Leben einen Sinn zu geben.

  9. Daniel P. sagt:

    Wenn Gedanken und Antworten bezüglich dem Sinn menschlichen Lebens diskutiert werden, halte ich vorerst eine agnostische Sichtweise. Die durch den Menschen hervorgebrachten Paradigmata können meiner Meinung nach nicht befriedigend zur Lösung einer allgemeinen Sinnfrage herangezogen werden bzw. vermute ich eine natürliche Beschränkung durch das Wesen des Menschen. Und darin steckt auch schon ein erstes Argument für die Unzulänglichkeit des menschlichen Instrumentariums, denn was als befriedigend empfunden wird, ist der Menschheit nicht inhärent und nicht gemein. Agnostizismus ist die phänomenologische ‘Antwort’ einer Gruppe sich befriedigt fühlender Menschen. Dies impliziert jedoch, dass Lebenssinn ein den Menschen nicht forderndes Konstrukt ist, insofern er überhaupt zum fassbaren Gedanken wird. Eine äußerst unbefriedigende Idee für einen Menschen, der Lebenssinn als erstrebenswert und erreichbar begreift. Ich erfreue mich an der Tatsache, dass sinnerfüllte Individuen neben sinnsuchenden und den Sinn in Frage stellenden Menschen leben. Diese Freude lässt mich an meiner anfänglichen Sichtweise zweifeln und stellt für mich den Unterschied zwischen der Sinnfrage auf der holistischen und der individuellen Ebene dar – Nomothetik versus Idiographie

  10. Anonymous sagt:

    “Der kleine Sinn des Lebens ist nur zum Fühlen gut. Keiner sucht vergebens, der eine stille Reise in seine Seele tut!”

  11. Sinnsucher sagt:

    Es ist schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal auf dieser Seite war. Der Sinn des Lebens hat sich mir immer noch nicht so ganz erschlossen. Ich bin mir momentan aber ziemlich sicher, dass es für mich das Ziel ist, “sinnlos” glücklich sein zu können. Einfach mal weniger darüber nachdenken, leben und Gutes (für sich und andere). Wenn man dabei einigermaßen vernünftig durchs Leben geht, ist das schon eine ganz passable Erfüllung.

  12. Maximilian S. sagt:

    “Teilen Sie uns mit, was Ihren persönlichen Lebenssinn ausmacht – oder wie Sie mit der Frage nach dem Sinn Ihres Lebens (oder Sinn des Lebens) umgehen.”

    Na ja, ich hoffe, daß nichts meinen Lebensinn aus macht. Ich bin froh, wenn er an ist. Ich sehe den Lebenssinn wie den Geruchssinn. Mit dem Geruchssinn kann ich Gerüche wahrnehmen und mit dem Lebenssinn kann ich Leben wahrnehmen. Also ohne Lebenssinn spüre ich nichts vom Leben. Darum soll mein Lebenssinn anbleiben.

    Das hier ist eine wirklich schöne und anregende Internetseite.

    :)

  13. Tony sagt:

    Very good site!

  14. Manuel Fenkl sagt:

    Günther Anders beschrieb vor 25 Jahren die Antiquiertheit des Menschen so: “Nicht die bedürnisstillenden Materialien und Energien werden begrenzt sein, sondern umgekehrt die Bedürfnisse, da diese nicht ad infinitum erweitert werden können” (Günther Anders, 1980, Die Antiquiertheit des Menschen, Zweiter Band, S. 392), und deshalb meint er werden wir nicht um das tägliche Brot beten, sondern um den täglichen Hunger. Sehr aufschlussreich fand ich!!

  15. karolina aus dortmund sagt:

    der sinn dieses lebens liegt für mich darin, jeden moment zu wissen, dass ich nicht getrennt bin, sondern eins mit dem Vater. und nur vertrauen, mich hingeben und lieben brauche.
    - “üben Sie sich in der Kunst zu tun, ohne zu tun: Nehmen Sie sich ein Ziel vor und behaupten Sie dieses Ziel, ohne einzugreifen. Meditieren Sie über die Worte Christi: -Ich Kann Nichts Aus Mir Selbst Tun.-
    Aus eigener Kraft nämlich tun wir nichts; selbst in der Liebe ist es die göttliche Liebe, die durch uns liebt. Diese Art zu denken und zu leben integriert neue Energien und erlaubt es uns, mit der Ganzheit zu verschmelzen, die die höchste Verwirklichung unseres persönlichen Mythos ist und das Ziel des geistigen Kriegers.”

  16. eric albrecht sagt:

    sinn des lebens ist eine frage die ich mir schon seit meiner kindheit stelle,eine bedeutende antwort habe ich noch nicht gefunden,ich versuche um meine existenz zu rechtfertigen eine maxime aus der frage nach dem sinn des seins für mich aufzustellen.wenn ich überhaupt von einer ahnung zur antwort dieser frage reden kann dann ist es eigentlich nur die gleiche frage wie so bin ich hier und stelle mir eigentlich diese frage!unsere existenz ist eigentlich nur ein einziges frage- spiel,welches uns aber seit generationen immer wieder dazu antreibet über das nachzudenken was uns weiter bringt,in welche richtung ist dabei relativ und individuell! ich DENKE das,das universum uns erschaffen hat um sich selbst zu erkennen…

  17. ef sagt:

    Der Benediktinermönch David Steindl-Rast hat mir geholfen, in Worte zu kleiden, was Sinn für mich bedeutet: Er formuliert Sinn als das, „worin wir ruhen können, wo wir uns zuhause fühlen, wo wir nicht weiterfragen müssen“.

    Quelle: Stöckl, C. (13.07.2008). Frühstück bei mir. Wien: ORF Hitradio Ö3.

  18. Wahlinnsbruckerin sagt:

    Soeben habe ich mich bzw mein Leben anhand der 5 Dimensionen des Lebenssinns eingestuft- mit einem überraschenden Ergebnis: ich entspreche sehr den Punkten Ordnung, horizontalen Selbsttranszendenz und Selbstverwirklichung, mittelmäßig dem Wir-/Wohlgefühl und gar nicht der vertikalen Selbstverwirklichung. D.h. für mich, dass mir v.a. der spirituelle Aspekt des Lebenssinns fehlt. Was sich auch in meinem Lebensgefühl deutlich wiederspiegelt: ich würde sagen, ein befriedigendes Leben zu haben, aber von glücklich oder sinnhaft wage ich noch nicht zu sprechen.

    Zuletzt bleibt mir noch zu sagen, was sich für mich sinnhaft anfühlt:
    Erkenntnisse
    Erfahrungen und zu sehen, wie man an diesen wächst und reift
    tiefe Gefühle
    Momente, die einen im Inneren berühren
    Ideale und Prinzipien

    ein hoch spannendes Thema, das immer wieder zur Selbstreflexion anregt

  19. HL sagt:

    Der Sinn des Lebens liegt in Gott, denn das Leben des Menschen ist sein Weg zu Gott. Aus diesem Wissen und der Erfahrung und dem immer präsenten Gefühl der Anwesenheit Gottes in mir selbst finde ich die Kraft zu leben, auch wenn es mir manchmal nicht leicht fällt.
    Ich wünsche allen, daß Sie auf diese Arte “erlöst” werden von der Leere des Lebens, der Welt ohne Gott, denn für die, deren Herz unruhig ist, gilt immer noch, daß es nur in Gott Ruhe und Stärkung findet, ja nur diese können überhaupt “erlöst” werden, denn wessen Seele sich nicht nach dem Stoff, aus dem sie gemacht ist – Ewigkeit- sehnt, findet auch nicht. Leider haben zu wenige Herzen “Heimweh”…
    Auch an die Damen des Teams ein Wort: Der Sinn des Lebens findet sich nicht auf intellektuellen Weg, denn Gott will nicht erdacht, sondern “erliebt” werden. Könnte Gott von seinem Geschöpf erdacht werden, wäre die Welt sinnlos, denn der Sinn der Welt liegt in der Erfüllung der persönlichen Liebesgeschichte zwischen Gott und dem jeweiligen Menschen bzw. der Menschheit als Ganzes. Aber Gottes Wege sind verschlungen…
    Wünsche allen Lesern alles Gute und Gottes Segen …und viel Heimweh

  20. Michael Nacke aus Braunschweig sagt:

    :?

    Ich bin auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Und weil ich auf der Suche nach eben diesem Sinn nicht unaktiv war und bin, habe ich auch schon die vielfältigsten Patentlösungen zur Sinnfindung angeboten bekommen, u. a. auch das radikal-fundamentalistische Christentum, das mir aber eher Angst macht, und wo auch viel Rechthaberei, Besserwisserei und Streitsucht herrscht.

    Auf das Entdecken (m)eines tatsächlichen Lebenssinnns würde ich mich sehr freuen.

    Einen lieben Gruß wünscht

    Michael

  21. Inanna sagt:

    Ich hatte kein leichtes Leben. Geholfen hat mir die Vorstellung, dass die Schicksalsschläge Werkzeuge für meine persönliche Entwicklung seien. Mit dieser Vorstellung habe ich die Krisen meines Lebens dann auch tatsächlich gemeistert. Jetzt weiß ich, dass es kaum etwas gibt, das mich umschmeißen kann. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch das größe Leiden ummünzen kann in persönliches Wachstum. (Ich rede nicht nur gscheit daher, ich bin Brustkrebspatientin und war Hochrisikopatientin). Meistens bin ich ausgeglichen und – glücklich. :)

  22. Psychologie-Student sagt:

    Nachdem ich in etlichen Philosophischen Büchern keine Antworten auf die Fragen fand, die mich quälten, bin ich jetzt auf dem langen Weg zu lernen achtsamer und wacher dem Leben gegenüber zu sein, und selbst heraus “zuhören und -fühlen”, worauf es mir in meinem Leben ankommt. Viel Nachdenken und Grübeln bringt einen oft nicht weiter, sondern eher zur Verzweiflung, deswegen ist mein Sinn im Leben, so achtsam und liebevoll wie es mir möglich ist mit meinen Mitmenschen jeden Augenblick zu leben, und mir selbst für die vielen Momente zu vergeben, in denen ich nicht Der bin Der ich sein möchte

  23. M.F. sagt:

    Gestern habe ich einen Film gesehen, der hieß “The Fountain”. Der Film beschreibt das menschliche Drama des Todes mit all seinen Facetten des Sterbens und der Wiedergeburt. Der Film beschreibt aber auch das tagtägliche Sterben und neu geobren werden und liefert seine Endaussage in einerseits banaler aber andererseits in einer so zutreffenden Weise dass ich mal wieder nur staunen konnte und noch lange da lag und mich floaten ließ. So heißt es meiner Meinung nach: “Eingebettet in den Regelkreis von Sterben und Geburt läuft ein Mensch Gefahr dem eigenen Wesen nicht seine angemessene Gnade zukommen zu lassen, so dass er sein kann was es ist und für lange Zeit bleiben wird.” Ein Student

  24. Rike sagt:

    Ich denke es gibt einen Sinn, der sich ständig aus kleinen Puzzleteilen zusammensetzt. Der Sinn ist nicht von heute auf morgen begreif- bzw erfassbar. Ich denke ein großes Puzzleteil ist die Selbstfindung und das bedeutet bedingungslos seinem Herzen zu folgen und seine innere Stimme wahrzunehmen, um zu einem höheren Bewusstsein zu gelangen. “Alle Weisheit trägt der Mensch in sich, er muss sich nur entscheiden, sich dieser zu öffnen”. Ehrlichkeit, Reflektieren seines eigenen Handelns, Mitgefühl, Emphatie, Offenheit und Klarheit sind meiner Meinung nach wichtige Wegbegleiter.

  25. Eine Suchende sagt:

    Unter Lebenssinn verstehe ich für mich:…..Gute Frage! Auf jeden Fall beschäftigt man sich mit dem Sinn seines Lebens nicht tagtäglich und immerzu. Sonst würde man sich in einem Strudel aus Vorsätzen, Aufgaben, Fragen etc. verlieren.
    Meiner Meinung nach beschäftigt man sich mit der Frage nach dem eigenen Sinn des Lebens vor allem in schwierigen Zeiten, beispielsweise während einer Krankheit, bei einem Schicksalschlags oder beim Tod einer nahestehenden Person. Plötzlich wird man mit der eigenen Zerbrechlichkeit und der eigenen, zeitlich begrenzten Existenz konfrontiert und man beginnt, über das eigene Leben nachzudenken. Jeder will aus seinem Leben etwas machen und der Welt und seinen Nachfahren was Gutes hinterlassen. Oder etwa nicht? Ich glaube auch, wie Martine geschrieben hat, dass jeder in seinem Leben einen Sinn hat und dieser nur gefunden werden muss……Vielleicht können wir uns auf unserer Suche ja gegenseitig unterstützen…. :)

  26. Martine sagt:

    Ich glaube der Sinn des Lebens ergibt sich aus der Summe von kleinen alltäglichen Zielen und grossen Zielen.Die alltägliche Dynamik, der Grund wieso wir morgens aufstehen und der Wunsch etwas grosses für einen selbst oder gar andere zu bewirken lenken den Menschen in eine von ihm bewusst oder unbewusst gewünschte Richtung-natürlich hängt es von jedem einzelnen ab, worin er seine alltägliche Motivation sieht, was er sich im Leben wünscht, was er ist und was er kann, aber einen Sinn im Leben hat wohl jeder-man muss ihn nur finden :) also allen viel Spass beim suchen ;)

  27. Ein Besucher sagt:

    “Der Weg ist das Ziel”. Dieser Satz, den schon viele Weise Männer gesagt haben, birgt eine tiefere Weisheit. Wie man seinen Weg geht und wie man seine Mitmenschen behandelt, wie man mit Herausforderungen und Problemen umgeht – vielleicht ist das ja der Schlüssel zum Sinn.

  28. T.S. aus Sinsheim sagt:

    Ich denke, es kann keinen “steifen”, allgeimeinen Sinn des Lebens geben. Zumindest meine ich an mir beobachtet zu haben, dass sich mein Sinn immer wandelt, sich mit dem Leben zusammen verändert. In jeder Lebensphase, bis hin zu, in jeder Situation, findet sich automatisch ein Sinn, es muss nicht nach ihm gesucht werden. Meistens auch erst hinterher, weil ich rückblickend sicherer formulieren kann, welchen Sinn bzw. Bedeutung bzw. Wert das Vergangene für mich hatte. Ich glaube mit der “abschließenden Sinnfindung”, kann man das Geschehene für sich vereinfachen und abschließen.