Selbsttranszendenz: Die vergessene sechste Stufe von Maslows Bedürfnispyramide

Venter, H.J. (2016). Self-Transcendence: Maslow’s Answer to Cultural Closeness. Journal of Innovation Management, 4, 3-7.   Abraham Maslow gilt als einer der einflussreichsten Psychologen des 20. Jahrhunderts und als einer der Begründer der Humanistischen Psychotherapie. Sein bekanntestes Werk ist die … Weiterlesen

Wahlmöglichkeiten und das goldene Mittelmaß: Was wir aus dem Lebensrückblick betagter Menschen lernen können

Nygren, B., Norberg, A. & Lundman, B. (2007). Inner Strength as Disclosed in Narratives of the Oldest Old. Qualitative Health Research, 17(8), 1060-1073.

Menschliches Altern

Alt zu werden bedeutet sowohl Gewinn als auch Verlust. Verlust, da körperliche Kräfte abnehmen, vermehrt Krankheiten auftreten und Entwicklung allmählich durch Verminderung und Schwäche gekennzeichnet ist. Gewinn hingegen steht für Gesundheit, Stärke, Wachstum und Reife.

Untersuchungsziel

Das Ziel von Nygren et al. war es die Bedeutung innerer Stärke bei Menschen im Alter ab 85 Jahren zu untersuchen.

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Wie möchten Sie nach Ihrem Tod erinnert werden?

Heintzelman, S. J., Trent, J., & King, L. A. (2016). How would the self be remembered? Evidence for posthumous self-verification. Journal of Research in Personality, 61, 1-10.

Bei der Interaktion mit anderen Menschen gibt es zwei Möglichkeiten, die gewählt werden können, um sich selbst darzustellen:

Selbstaufwertung: das Selbst in einem überaus positiven Licht darstellen

oder

Selbstverifikation: das Selbst voll und ganz zu verifizieren, d.h. sich so darstellen, wie man sich selbst wahrnimmt.

Frühere Studien konnten zeigen, dass Menschen eher dazu neigen, die Selbstverifikation zu wählen. Die Gründe werden darin gesehen, dass selbst-verifizierende Interaktionen sozial dienlicher sind und keine unrealistischen Erwartungen bei anderen schaffen. Andererseits erscheinen damit soziale Interaktionen beherrschbarer und leichter einschätzbar. Zudem dient die Selbstverifikation der Bestätigung der Selbstkenntnis. Diese Aspekte erscheinen zwar zu Lebzeiten wichtig, aber nach dem Tod stellen sie eigentlich keine Relevanz mehr dar.

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Sinnerfüllung und Glück wappnen für den Umgang mit Stress

Miao, M., Zheng, L., & Gan, Y. (2016). Meaning in Life Promotes Proactive Coping via Positive Affect: A Daily Diary Study. Journal of Happiness Studies. doi:10.1007/s10902-016-9791-4

In dieser Studie geht es um den Zusammenhang von Lebenssinn und dem konstruktiven Umgang mit Stress. Genauer gesagt dreht sie sich darum, ob man sich durch Lebenssinn im Vorhinein für belastende Ereignisse wappnen kann. Das wird auf zwei Wegen untersucht: Erstens wird der direkte Einfluss von Lebenssinn auf den Umgang mit zukünftigen Belastungen betrachtet. Und zweitens wird ein indirekter Einfluss angenommen: Lebenssinn führt zu positiven Emotionen (wie Hoffnung und Dankbarkeit), die dann dazu führen, dass man besser mit zukünftigen Belastungen umgehen kann.

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Einkommen und Sinn: Warum man zur Sinnerfüllung nicht so viel Geld braucht, wenn man glücklich ist.

Ausgangssituation

Obwohl man im Volksmund oft sagt: „Geld ist nicht alles im Leben“, deuten doch einige frühere Forschungsergebnisse darauf hin, dass die Höhe des Einkommens in Zusammenhang mit der Sinnerfüllung im Leben steht (siehe Kasten). Ebenfalls in Zusammenhang mit Sinnerfüllung steht auch das eigene Glücksempfinden (engl. positive affect).

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Sinnquellen und Selbstbild bei sozioökonomisch benachteiligten Jugendlichen

To, S. M., Tam, H. L., Ngai, S. S. Y., & Sung, W. L. (2014). Sense of meaningfulness, sources of meaning, and self-evaluation of economically disadvantaged youth in Hong Kong: Implications for youth development programs. Children and Youth Services Review, 47, 352-361.

Wir alle waren einmal im jugendlichen Alter und wissen, dass diese Zeit im Leben eine aufregende, aber auch nicht einfache Zeit ist. Man versucht seine eigene Identität und sein eigenes Selbst zu entwickeln und stellt sich Fragen wie: wer bin ich, an was glaube ich und wie möchte ich eigentlich leben? Die Suche nach Antworten auf diese Fragen bedeutet häufig auch eine Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Sinn des (eigenen) Lebens – bei uns in Europa ebenso wie in China.

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Psychologie des Lebenssinns

Schnell, T. (2016). Psychologie des Lebenssinns. Heidelberg, Berlin, New York: Springer

Endlich – eine deutschsprachige Darstellung der Erkenntnisse der empirischen Sinnforschung, allgemeinverständlich und mit praktischem Bezug!

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Sinnerleben versus Entfremdung am Arbeitsplatz

Shantz, A., Alfes, K., & Truss, C. (2014). Alienation from work: Marxist ideologies and twenty-first-century practice. The International Journal of Human Resource Management, 25(18), 2529-2550.

In diesem Forschungsprojekt wurden spezifische Vorbedingungen und Auswirkungen von Arbeitsentfremdung nach Marx (1844/2005) untersucht. Marx (1844/2005) definierte Arbeitsentfremdung als die Abspaltung des Arbeiters sowohl vom Produkt, von der Arbeitstätigkeit und von den anderen Mitarbeitern.

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Die Bedeutung von Lebenssinn in der Psychotherapie: Eine Perspektive von erfahrenen Psychotherapeuten

Hill, C., Kanazawa, Y., Know, S., Schauerman, I., Loureiro, D., James, D., Carter, I., Kind, S., Razzak, S., Scarff, M. & Moore, J. (2015). Meaning in life in psychotherapy: The perspective of experienced psychotherapists. Psychotherapy Research. (E-Publication ahead of print)

Eine Studie von Hill et.al. hat die Bedeutung von Lebenssinn in der Psychotherapie genauer untersucht. Hierbei wurden 13 erfahrene Psychotherapeuten mit eigener Praxis in den USA interviewt.

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Soziale Verbundenheit als Quelle und Konsequenz von Sinnerfüllung

Stavrova, O., & Luhmann, M. (in press). Social connectedness as a source and consequence of meaning in life. The Journal of Positive Psychology.

In diesem Forschungsprojekt wurden mögliche Effekte von Lebenssinn auf soziale Verbundenheiten und umgekehrt untersucht. Die sozialen Verbundenheiten werden in die drei Formen der intimen (Partner oder Ehepartner), relationalen (Familie und Freunde) und kollektiven (soziale Gruppen) Verbundenheit unterschieden.

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Steil, aber machbar! Wie Sinn dazu beiträgt, dass Herausforderungen realistisch und bewältigbar erlebt werden

Burrow, A. L., Hill, P. L., Summer, R. (2016). Leveling mountains: Purpose attenuates links between perceptions of effort and steepness. Personality and Social Psychology Bulletin, 42, 94-103.

Unsere Wahrnehmung von Steigung ist oft ungenau, und wir schätzen diese meist steiler ein, als sie tatsächlich ist. So konnten viele Experimente zeigen, dass Menschen geometrische Steigungen überschätzen: Dabei handelte es sich sowohl um reale Berge und Treppenhäuser wie auch um virtuelle Steigungen, die lediglich auf Computerbildschirmen abgebildet wurden.

Aber was könnte es sein, das uns dazu bringt, die Steigung eines Berges so falsch einzuschätzen?

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Welche Rolle spielt ‚meaning-making‘ für die psychosoziale Gesundheit von kriegstraumatisierten Menschen?

Badri, A., Crutzen, R., Eltayeb, S. & Van den Borne, H.W. (2013). Promoting Darfuri women`s psychosocial health: developing a war counsellor training programme tailored to the person. EPMA Journal, 4(1), 10.

Jeden Tag kommen Tausende Flüchtlinge nach Europa. Diese Menschen fliehen vor Krieg und Elend und nehmen aus Verzweiflung einen oft monatelangen Weg auf sich. Wenn sie im neuen Land ankommen, sind sie häufig schwer traumatisiert, benötigen psychosoziale Beratung und brauchen einige Zeit um im Ankunftsland Fuß zu fassen.

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Sinnerleben stärkt proaktive Gesundheitsorientierung

Steger, M. F., Fitch-Martin, A. R., Donnelly, J. & Rickard, K. M. (2014). Meaning in Life and Health: Proactive Health Orientation Links Meaning in Life to Health Variables Among American Undergraduates. Journal of Happiness Studies, 15(2), doi:10.1007/s10902-014-9523-6

Lebenssinn und Gesundheit

Ein Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Sinnerfüllung und positiven Auswirkungen auf die Gesundheit wurde bereits häufig nachgewiesen.

Die Sinnerfüllung geht einher mit:

  • Weniger Krankheitssymptomen
  • Mehr gesundheitsförderndem Verhalten
  • Weniger gesundheitsgefährdendem Verhalten
  • Späterem altersbedingten Gedächtnisabbau
  • Längerer Lebensdauer

Es gibt allerdings wenige Untersuchungen, die der Frage nachgehen, weshalb Sinnerfüllung und Gesundheit miteinander verknüpft sind.

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Sinn im Beruf

Was meint „Sinnerfüllung“? Kurz gesagt heißt es, dass man das eigene Leben als zusammenhängend und bedeutsam wahrnimmt, dass man sich als Teil eines größeren Ganzen versteht und grob die Richtung kennt, die man einschlagen möchte (Schnell, 2016).

Was hat Sinnerfüllung nun mit dem Beruf zu tun? Arbeit wird in der bisherigen Forschung als fundamentales Element gesehen, das Lebenssinn stiften kann. Und wer seine Arbeit als sinnvoll erlebt, arbeitet engagiert und qualitätsorientiert.

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Interview mit Prof. Dr. Theo Wehner zum Thema ‚Sinn in der Arbeit‘

Christoph Hörmann sprach mit Prof. Dr. Theo Wehner, ETH Zürich, Schweiz

Frage 1:

Herr Prof. Wehner, in Ihrer Forschung haben Sie u.a. verschiedene Formen von Arbeit miteinander verglichen und konnten dabei feststellen, dass freiwillig Tätige mehr Einsatzbereitschaft und Arbeitsengagement zeigen als Erwerbstätige. Kann man dass dadurch erklären, dass man sich vor allem dann für eine Sache persönlich engagiert, wenn man sie persönlich als sinnvoll erachtet?

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Spirituell und/oder religiös? Moderne Glaubensüberzeugungen, Persönlichkeit und Sinnerleben.

Schnell, T. (2012) Spirituality with and without Religion—Differential Relationships with Personality. Archive for the Psychology of Religion 34 (2012) 33-61

Glauben Sie an Gott? Oder lieber an eine unbestimmte übernatürliche Macht? Würden Sie sich also eher als religiös oder als spirituell bezeichnen? Welche Aussagen lassen sich aufgrund dessen über Ihre Persönlichkeit treffen? Sind religiösen Menschen andere Dinge wichtig als Spirituellen? Der hier vorgestellte Artikel versucht Erleuchtung ins Dunkel dieser Fragen zu bringen.

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Sinn am Arbeitsplatz durch existentielle Fragen

Lips-Wiersma, M. & Mills, A. J. (2013). Understanding the Basic Assumptions About Human Nature in Workplace Spirituality: Beyond the Critical Versus Positive Divide. Journal of Management Inquiry, 23 (2), 148–161.

Können existentielle Fragen dabei helfen, wieder mehr Sinn bei der Arbeit zu erleben? Wie kann das Gefühl der Verbundenheit mit den Arbeitskollegen verbessert werden? Können Organisation und Mitarbeiter davon profitieren, wenn sich Arbeitnehmer mit existentiellen Fragen beschäftigen?

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Die Sinn-als-Information-Theorie

Heintzelman, S. J. & King, L. A. (2014). (The Feeling of) Meaning-as-Information. Personality and Social Psychology Review, 18(2), 153-167.

Das Faktum, dass Menschen Sinn erleben können, sagt uns nicht, wozu ein solches Erleben dient. Geht es um mehr, als dass sich Sinn gut anfühlt? Die Autoren vermuten, das Empfinden von Sinn habe einen informativen Wert für den Erlebenden. Die Fähigkeit ermögliche einen Vorteil bei der Anpassung an die Umwelt.

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Menschen aus ärmeren Nationen erleben mehr Lebenssinn!

Diener, E. & Oishi, S. (2013). Residents of Poor Nations Have a Greater Sense of Meaning in Life Than Residents of Wealthy Nations [Electronic Version]. Psychological Science, 9, 1-10.

So lautet das Resümee der Psychologen Shigehiro Oishi und Ed Diener, nachdem sie die Qualität des Lebenssinns bei Menschen aus 132 verschiedenen Nationen untersucht haben. Genauer gesagt haben Personen aus ärmeren Ländern einen höheren Lebenssinn als jene aus wohlhabenderen Ländern.

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Sinnerleben bei schweren psychischen Erkrankungen

Ehrlich-Ben Or, S., Hassan-Ohayon, I., Feingold, D., Vahab, K., Amiaz, R., Weiser, M., & Lysaker, P. H. (2013). Meaning in life, insight and self-stigma among people with severe mental illness. Comprehensive Psychiatry,  54 (2), 195–200.

Für Menschen, die an Schizophrenie, Depressionen oder anderen schweren psychischen Krankheiten  erkrankt sind, ist es vor allem eine große Herausforderung, ihren Lebenssinn wieder zu finden. Auch die Betroffenen selbst sehen in der Wiederfindung ihres Lebenssinnes einen Kernaspekt ihrer Genesung.

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Sinnvolle Unternehmenskultur: ein Interview mit Herrn Prof. Dr. Wolfgang Weber

Christoph Hörmann fragte Herrn Prof. Dr. Wolfgang Weber von der Universität Innsbruck in einem kurzen Interview: „Was verstehen Sie unter einer sinnvollen Unternehmenskultur?“

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Stress, Widerstandsfähigkeit und Sinnerleben

Maddi, S. R., Khoshaba, D.M., Harvey, R.H., Fazel, M., Resurreccion, N. (2011) The personality construct of hardiness, V: Relationships with the construction of existential meaning in life. Journal of Humanistic Psychology 51 (3), 369-388

Während einige Menschen durch belastende Lebensumständen überfordert sind – und unter erheblichen psychischen und gesundheitlichen Folgen leiden – gibt es auch Personen, die solche Situationen nicht nur unbeschadet überstehen, sondern längerfristig sogar daran wachsen und profitieren können.

Warum können manche Personen mehr Stress und Belastungen aushalten als andere?

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Fragebogen zu Lebensbedeutungen und Lebenssinn

LeBe

Schnell & Becker, 2007

© Hogrefe Verlag, Göttingen

1 Kurzdarstellung

Der Fragebogen zu Lebensbedeutungen und Lebenssinn (LeBe) ist ein objektiv auswertbares Verfahren zur umfassenden und differenzierten Erfassung von Lebensbedeutungen, Sinnerfüllung und Sinnkrise. Er ist für den Einsatz in Forschung und Praxis konzipiert, wobei es Ansatzpunkte für unterschiedlichste Disziplinen und Anwendungsfelder gibt.

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Das sinnstiftende Potential des Pilgerns

Schnell, T., & Pali, S. (2013). Pilgrimage Today: The Meaning-Making Potential of Ritual. Mental Health, Religion & Culture, 16(9), 887-902. Full text available

Das Pilgern auf dem Jakobsweg erfreut sich großer Beliebtheit. Man kann sich die Frage stellen, was Menschen auch heute noch dazu bewegt, sich freiwillig auf eine solche anstrengende Reise zu begeben.

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Auf den Weg machen…

Schnell, T., & Pali, S. (2013). Pilgrimage Today: The Meaning-Making Potential of Ritual. Mental Health, Religion & Culture, 16(9), 887-902. Full text available

Auf dem Pilgerweg zum Sinn

Manchmal geschehen Dinge, die uns den Boden unter den Füßen wegziehen. Plötzlich fragen wir uns: Worauf hat eigentlich bisher mein Leben gegründet? Und was davon hat Bestand? Warum tue ich, was ich tue? Es gibt Ereignisse, die machen Lebenssinn frag-würdig. In unserer beschleunigten Gesellschaft sind Zeit und Raum zum Reflektieren und Hinterfragen äußerst rar.

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Salienz der Rollen-Identität, Lebenssinn und Wohlbefinden unter Ehrenamtlichen

Thoits, P. A. (2012). Role-Identity Salience, Purpose and Meaning in Life, and Well-Being among Volunteers. Social Psychology Quarterly, 75 (4), 360-384.

Besteht ein Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Wihtigkeit (in der Psychologie auch als Salienz bezeichnet) der Rolle als Ehrenamtlicher und der geistigen und körperlichen Gesundheit? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der wahrgenommenen Wichtigkeit und dem Lebenssinn? Hängen Lebenssinn und geistige und körperliche Gesundheit zusammen?

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Der Sinn und die Bedeutung von Arbeit

Cartwright, S. & Holmes, N. (2006).  The meaning of work: The challenge of regaining employee engagement and reducing cynicism. Human Resource Management Review (16), 199-208.

Was sind für Sie die wichtigsten Aspekte einer guten Arbeit? Gute Bezahlung und Sicherheit des Arbeitsplatzes? Interessante Tätigkeiten, freundliche und hilfsbereite Kollegen oder etwas für die Gesellschaft zu tun? Untersuchungen zeigen, dass die drei letzteren Merkmale meist als wichtiger erachtet werden als Geld.

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Wenn ArbeitnehmerInnen wagen, nach dem Warum zu fragen

Je sinnvoller die berufliche Tätigkeit, desto höher das berufliche Engagement

Höge, T. & Schnell, T. (2012). Kein Arbeitsengagement ohne Sinnerfüllung. Eine Studie zum Zusammenhang von Work Engagement, Sinnerfüllung und Tätigkeitsmerkmalen. Wirtschaftspsychologie, 1, 91-99.

Unternehmen wünschen sich engagierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Zu diesem Zweck werden monetäre Anreize geschaffen, das Design der Arbeitsumgebung optimiert, Feedbackschleifen organisiert, etc. Doch all diese Strategien laufen ins Leere, wenn die Arbeit an sich als sinnlos erlebt wird. Mit der Sinnhaftigkeit der beruflichen Tätigkeit steht und sinkt das Engagement.

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Unterschiede in der Sinnstiftung

Schnell, T. (2011). Individual differences in meaning-making: Considering the variety of sources of meaning, their density and diversity. Personality and Individual Differences, 51(5), 667-673.

Erhöht sich das Sinnerleben einer Person mit der Anzahl an Sinnquellen, auf die sie zurückgreift? Geht es hierbei nur um die Menge der Sinnquellen, oder hängt es auch davon ab, um welche Sinnquellen es sich handelt? Sind manche Sinnquellen besser als andere, einen Beitrag zum allgemeinen Sinnerleben zu leisten?

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Neugier und Lebenssinn

Kashdan, T. B., & Steger, M. F. (2007). Curiosity and pathways to well-being and meaning in life: Traits, states, and everyday behaviors. Motivation And Emotion, 31(3), 159-173.

Neugier ist – wie die Wissenschaftler Todd B. Kashdan und Michael F. Steger mittels einer Studie zeigen konnten – ein wichtiges Element für das Empfinden von Lebenssinn und Wohlbefinden. Zu dieser Erkenntnis gelangten die beiden amerikanischen Forscher, indem sie 97 College-Studierende befragten.

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Sinnerfüllung als zwischenmenschliche Anziehungskraft?

Stillman, T. F., Lambert, N. M., Fincham, F. D. & Baumeister, R. F. (2011). Meaning as Magnetic Force: Evidence That Meaning in Life Promotes Interpersonal Appeal. Social Psychological and Personality Science, 2 (1), 13-20.

Hat die Suche nach dem Lebenssinn Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen? Sind sinnerfüllte Menschen anziehendere Gesprächs- und Handlungspartner? Diesen Fragen gehen die Autoren in zwei Studien nach.

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Erhöhung des Lebenssinns bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs mittels Meaning-Making Intervention

Henry, M., Cohen, R. S., Lee, V., Sauthier, P., Provencher, D., Drouin, P., et al. (2010). The Meaning-Making intervention (MMi) appears to increase meaning in life in advanced ovarian cancer: a randomized controlled pilot study. Psycho-Oncology (19), 1340-1347.

Reduziert der zusätzliche Einsatz der Meaning-Making Intervention zu der üblichen Behandlung das Level der existentiellen Not von kürzlich diagnostizierten fortgeschrittenen Eierstockkrebspatientinnen? Kann dadurch Depression und Angst verringert, Selbstwirksamkeit erhöht und die Lebensqualität verbessert werden?

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Nostalgie als Quelle des Sinnerlebens

Routledge, C., Arndt, J., Wildschut, T., Sedikides, C., Hart, C. M., Juhl, J., Vingerhoets, Ad J. J. M. & Schlotz, W. (2011). The Past Makes the Present Meaningful: Nostalgia as an Existential Resource. Journal of Personality and Social Psychology, 101 (3), 638-652.

Wie die Erinnerungen an unsere persönliche Vergangenheit „Sinn machen“

Was bedeutet es für Sie über Ihre Vergangenheit nachdenken zu können? Wie wäre es wohl, wenn Sie keine persönliche Geschichte hätten, die Ihnen Ihre soziale Eingebundenheit in Erinnerung hielte? Keine Symbole, die Ihnen Ihre vergangenen Erlebnissen nahe brächten?

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Nötigt sinnerfüllte Arbeit zu Selbstaufopferung?

Dempsey, S. E., & Sanders, M. L. (2010). Meaningful work?: Nonprofit marketization and work/life imbalance in popular autobiographies of social entrepreneurship. Organization, 17(4), 437–459.

„Work-Life-Balance“ ist zu einem häufig genutzten Schlagwort geworden. Gerade in unserer modernen Gesellschaft gestaltet sich die Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben oft schwierig. Stress und Burnout sind unter anderem die Folgen zeitgenössischer Arbeitsformen und sozio-ökonomischer Unsicherheiten.

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Was bedeuten Sinnerfüllung und Sinnkrisen für unser Wohlbefinden?

Schnell, T. (2009). The Sources of Meaning and Meaning in Life Questionnaire (SoMe): Relations to demographics and well-being. The Journal of Positive Psychology, Vol.4 (6), 483-499

Was bedeuten Sinnerfüllung und Sinnkrisen für unser Wohlbefinden? – Dieser Frage geht die Studie „The Sources of Meaning and Meaning in Life Questionnaire (SoMe): Relations to demographics and well-being“ (Schnell, 2009) nach und zeigt dabei auch die Notwendigkeit einer getrennten Erfassung von Sinnerleben und Sinnkrise auf.

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Lebenssinn und psychisches Wohlbefinden – Gibt es einen Zusammenhang?

Zika, S. & Chamberlain, K. (1992). On the relation between meaning in life and psychological well-being. British Journal of Psychology, 83, S.133-145

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Lebenssinn einen Einfluss auf das psychische Wohlbefinden der Menschen hat? – Mit eben dieser Frage beschäftigten sich Zika & Chamberlain (1992) in ihrer Untersuchung und versuchten mit Hilfe der drei Fragebögen „Purpose in Life Test“, „Life Regard Index“ und der „Sense of Coherence Scale“ diese Annahme zu überprüfen.

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Lebenssinn eine Vermittlerrolle zwischen Persönlichkeitseigenschaften und dem subjektiven Wohlbefinden?

Compton, W.C. (2000). Meaningfulness as a mediator of subjective well-being. Psychological Reports, 87, S.156-160.

W. C. Compton untersucht in dieser Studie den Zusammenhang zwischen dem subjektiven Wohlbefinden und den Persönlichkeitsmerkmalen Selbstbewusstsein, internale Kontrollüberzeugungen (die Annahme, dass ich selbst für das zuständig bin, was in meinem Leben geschieht), positive soziale Beziehungen, Optimismus und wahrgenommener Lebenssinn. Den Autor interessierte, ob Lebenssinn eine Vermittlerrolle zwischen Persönlichkeitseigenschaften und dem subjektiven Wohlbefinden einnimmt

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Inwiefern erleben psychisch erkrankte Personen Sinn in ihren täglichen Beschäftigungen?

Leufstadius, C., Erlandsson, L., Björkman, T.& Eklund, M. (2008). Meaningfulness in Daily Occupations among Individuals with Persistent Mental Illness. Journal of Occupational Science, 15(1), S.27-35

Diese Frage untersuchten Christel Leufstadius et al. (2008) im Rahmen einer Interviewstudie mit 102 dauerhaft psychisch erkrankten Personen, die sich hinsichtlich ihrer Tagesstruktur unterschieden und so drei Arten täglicher Beschäftigungen repräsentierten: Personen, die arbeiten oder studieren, Personen, die an einer gemeinschaftsbasierten Aktivität teilnehmen und jene, die keiner regelmäßigen Beschäftigung nachgehen. Die Teilnehmer der Studie befanden sich zuvor mindestens zwei Jahre in psychiatrischer Behandlung und waren im Alter zwischen 20 und 55 Jahren.

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Psychologische Ressourcen, positive Illusionen und Gesundheit

Taylor, S. E., Reed, M. G., Bower, E.  J., Gruenewald, L. T. (2000). Psychological Resources, Positive Illusions, and Health. American Psychologist, Vol . 55, No. 1, 99-109.

In diesem Artikel werden Sinnerfüllung, Optimismus und persönliche Kontrolle – wie bereits Frankl, Seligman und Taylor postulierten – als psychologische Überzeugungen genannt, die die seelische Gesundheit des Menschen schützen; doch wie sieht es für die körperliche Gesundheit aus?

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Lebenssinn und Krankenhausaufenthalt – passen diese Begriffe zusammen?

Stolovy, T. Lev-Wiesel, R. Doron, A. & Gelkopf, M. (2009). The meaning in life for hospitalized patients with schizophrenia. Journal of Nervous and Mental Disease, 197, S. 133-135.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie sich jahrelange Krankenhausaufenthalte auf das Wohlbefinden von Menschen mit psychischen Störungen auswirken können? Die israelischen Autoren haben dieses Thema genauer unter die Lupe genommen und mit 60 Patienten des „Lev Hasharon Medical Center“ in Israel eine Untersuchung gestartet.

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Die Suche nach dem Sinn bei Suchtkranken

Viele Alkohol- bzw. Drogenabhängige sprechen davon, dass sie keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen bzw. diesen verloren glauben. Deshalb scheint es interessant auf dieses Thema näher einzugehen. Dies ist die Zusammenfassung der Ergebnisse einiger Studien, welche sich mit der Sinnfrage in der Therapie mit Suchtkranken befassen bzw. zu erfassen versuchen, warum die Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebenssinn, Spiritualität und Religiosität besonders bei Alkohol- und Drogenpatienten wichtig ist.

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„Sinn-Gruppe“ als Therapiemethode?

Kern P. (1992). Eine „Sinn-Gruppe“ als Zusatzangebot bei der stationären Behandlung von Suchtkranken. Sucht 38, S. 173-179

Für die Therapie und den Therapieerfolg von Suchtkranken spielt die Beantwortung von Sinnfragen eine wichtige Rolle. In einer Fachklinik für Suchtkranke wurde den Patienten angeboten, freiwillig bei einer „Sinn-Gruppe“ teilzunehmen. In den Gruppensitzungen wurden verschiedene Themen behandelt, wie beispielsweise Freiheit, Entscheidungen, Gewissen und Sinn.

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Sinn, Lebenssinn, Sinnlosigkeit – Was versteht man darunter?

Auhagen, A.E. (2000). On the psychology of meaning of life. Swiss Journal of Psychology, 59/1, S. 34-48.

Hat mein Leben einen Sinn? Erlebe ich mein Handeln als sinnvoll? – Dies sind Fragen, die sich sicherlich jeder in seinem Leben mindest einmal stellt. Aber auch in der Wissenschaft der Psychologie, sowie vielen weiteren Wissenschaften wird über das Thema Sinn nachgedacht und berühmte Psychologen leisten wichtige Beiträge zur „Sinnforschung“.

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Was berühmte Leute über den Sinn des Lebens gesagt haben

Richard T. Kinnier, Jerry L. Kernes, Nancy E. Tribbensee & Christina M. Van Puymbreck, 2003, „What Eminent People Had Said About The Meaning Of Life“, Journal of Humanistic Psychology 2003, 43, 105- 118

Wie denken und dachten eigentlich große, berühmte, bedeutende Menschen wie Albert Einstein, Muhamad Ali, Jenis Joplin, Bob Dylan und natürlich Mutter Theresa, Martin Luther King sowie Mohandas Ghandi über die Frage nach dem Sinn des Lebens?

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Sinn in monotoner Arbeit?

Quelle: Isaksen, J. (2000). Constructing Meaning despite the Drudgery of Repetitive Work. Journal of Humanistic Psychology, 40, 84-107.

Gibt es wirklich die Möglichkeit, eine monotone Tätigkeit unter ungünstigen Arbeitsbedingungen als sinnvoll zu empfinden? Nach Isaksens qualitativer Studie (2000) geben drei von vier Angestellten eintöniger Jobs an, dies zu tun. Ihm zufolge kann man sich aktiv und durch kontinuierliche Bemühungen seinen eigenen Sinn schaffen. Dieser kann verschiedene Bereiche betreffen, die im Arbeitsleben als bedeutend empfunden werden.

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Religiosität und Lebenseinstellung / Sinnempfinden

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob es irgendeinen Zusammenhang zwischen der Religiosität einer Person und deren Sichtweise des persönlichen Lebenssinns gibt? – In diesem Artikel wird mit Hilfe einer Studie versucht, die Beziehung zwischen Lebenseinstellungen und religiöser Motivation zu erforschen. Wie bereits in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt wurde, spielt die Religion als Sinnquelle im Leben vieler Menschen eine durchaus wichtige Rolle. Jedoch, so fügt die Autorin hinzu, gibt es viele verschiedene Arten von Religiosität und es muss nicht unbedingt jede religiöse Orientierung ein Gefühl von Sinn vermitteln.

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Ist der Lebenssinn das entscheidende Bindeglied zwischen Religion und Lebenszufriedenheit?

Folgend handelt es sich um eine interessante Untersuchung bezüglich des Zusammenhanges zwischen Lebenssinn, Religion und Lebenszufriedenheit. Lebenssinn, Religion, Wohlergehen; diese Schlüsselwörter des Artikels von Michael F. Steger und Patricia Frazier waren jene, die mich dazu antrieben diesen Artikel durchzulesen; mir erschien der Zusammenhang dieser Wörter so offensichtlich, dass mir die „wahre“ Verbindung zwischen ihnen bisweilen verdeckt blieb.

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Darstellung eines Fragebogens zur Erfassung von Lebenszielen

Wie kann man eigentlich die unterschiedlichen Ziele von Menschen erfassen? Auf welchem Wege kann dies durchgeführt werden? – Eine Möglichkeit dies zu erfassen bietet der Aspiration Index (von Deci & Ryan, 1997). Das ist ein Fragebogen, welcher 35 Lebensziele vorgibt, die von den Befragten hinsichtlich ihrer Wichtigkeit und der Erwartungswahrscheinlichkeit („Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie dieses Ziel erreichen?“) geordnet werden.

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Persönlichkeit und Lebenssinn

In dem Artikel „Personality and meaning in life“ geht es um die Beziehung zwischen Persönlichkeit und der Sinnerfüllung (dh. Sinnerleben) sowie Quellen des Sinnes (Lebensbedeutungen).

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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Burnout und Sinnverlust?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Burnout und Sinnverlust? Jeder hat sicherlich schon einmal etwas über Burnout gehört und weiß, dass dieser Zustand von emotionaler, geistiger und körperlicher Erschöpfung gekennzeichnet ist, was so weit gehen kann, dass die von Burnout betroffene Person arbeitsunfähig, depressiv und suizidgefährdet ist.

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Sinnkrisen, Belastungen, Lebenssinn…

Empfinden wir mehr Sinn im Leben, wenn wir schwere, oft tragische Lebensereignisse zu bewältigen haben? Oder lässt uns das Sinnempfinden besser, kompetenter mit ebensolchem Leid im Leben umgehen? Mit solchen Überlegungen beschäftigen sich Laien wie auch Wissenschaftler in Selbstreflexionen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Arbeiten, Tagebuchaufzeichnungen, sowie philosophischen Diskussionen.

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Wege zum Sinn. Sinnfindung mit und ohne Religion

74 Personen aus Deutschland mit vielfältigen religiösen Hintergründen wurden interviewt um einen Überblick über die Inhalte und Arten von impliziter Religiosität zu bekommen. Unabhängig davon, was man im Allgemeinen unter Religiosität versteht, wurden die Befragten gebeten, ihre persönliche Religiosität zu beschreiben.

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Was sucht der Mensch, wenn er Sinn sucht?

Jeder Mensch bestimmt den Sinn seines Lebens selbst. Sinnsuche und -empfindung ist also etwas Subjektives, etwas, was jeden Menschen unterscheidet.

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Der Zeitgeist und die Frage nach dem Sinn des Lebens

„Jede Zeit hat ihre Neurose – und jede Zeit braucht ihre Psychotherapie“. Welche psychischen Defizite sind es, die sich in unserer Zeit abzeichnen? Nach Csef sind es neben Sorgen um Umweltzerstörung, Krieg, Aggression, vor allem auch Ängste vor Arbeits-, Status-, sowie Beziehungsverlust und ganz einfach die „namenlose Angst“ vor der Ungewissheit der Zukunft. Die Folgen davon reichen von psychischen Problemen wie Depression, über Süchte, hin zu Gewalt gegenüber sich selbst und den Mitmenschen.

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